Ukraine-Krieg: Putins Verzweiflung wächst

In der Ukraine tobt ein blutiger Krieg mit massiven Verlusten auch für Russland. Wie lange kann Putin den Konflikt fortsetzen? Ein Überblick.

Er hat in der Ukraine gekämpft, jetzt soll er durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation “Kulaku” in Russland saß Viktor Chevalnev wegen Körperverletzung vier Jahre im Gefängnis und wurde später Pionier in der Ukraine. Nachdem er und andere Häftlinge einer Einheit der selbsternannten Volksrepublik Lugansk zugeteilt worden waren, soll er mit seiner Einheit an die Front geflüchtet sein, so der „Kulaku“, der bei Kämpfen im Donbass mehrfach verwundet worden sein soll. Daraufhin erstattete die 43-jährige Ehefrau Beschwerde bei der Menschenrechtsorganisation.

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Berichten zufolge wurde ihr Mann von der russischen Armee aus dem Krankenhaus geholt. Chevalnew wird nun erschossen und ihm droht die Todesstrafe.

Ob die Geschichte des russischen Gefangenen tatsächlich stimmt, lässt sich nur schwer nachprüfen. Beide Seiten nutzen Desinformation als Schlüsselwaffe im Krieg in der Ukraine. Fest steht: Solche Meldungen aus dem Donbass sind keine Einzelfälle. Die wachsende Zahl abgehörter Telefonate und Berichte russischer Soldaten legt vor allem eines nahe: Das russische Militär muss viel Blut vergießen, um seinen Vorsprung in der Ostukraine zu behaupten.

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Putins Krieg gegen das ukrainische Volk

Aber wird es den russischen Rückzug oder die russische Niederlage wahrscheinlicher machen? Bisher war dies Wunschdenken im westlichen Bündnis, aber der Kreml und insbesondere der russische Präsident Wladimir Putin haben sich bisher nicht von ihren Kriegszielen verabschiedet. Stattdessen scheint seine Taktik darauf abzuzielen, den Durchhaltewillen der Ukraine und ihrer westlichen Hintermänner zu brechen.

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Nach dem Rückzug aus Cherson markiert der Fluss Dnipro die neue Frontlinie in der Südukraine.

Wegen des gegenwärtigen militärischen Minderwertigkeitskomplexes des russischen Militärs hat Putin die ukrainische Infrastruktur beschossen. Russland hat am Mittwoch rund 70 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Nach Angaben der Luftwaffe hat die Ukraine 51 Raketen und fünf Drohnen abgefangen. Aber die restlichen Raketen töteten zehn Menschen und richteten erneut schwere Schäden am Stromnetz an.

Die Kernkraftwerke des Landes wurden abgeschaltet, während die meisten Wärme- und Wasserkraftwerke stillgelegt waren, sagte das Energieministerium. Es gab einen massiven Stromausfall. In der Ukraine werden derzeit dunkle und kalte Nächte beobachtet.

Allerdings gelten Putins Kriegsverbrechen als Akte der Verzweiflung. „Die Besatzer tun alles, um Menschen zu verfolgen, damit wir uns nicht fühlen oder sehen“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Bundeskanzler Olaf Scholes (SPD) kritisierte am Mittwoch Putins rücksichtsloses Vorgehen. “Das ist ein Kampf, den er auf dem Schlachtfeld nicht mehr gewinnen kann, das ist klar”, sagte die Kanzlerin.

Tatsächlich kämpft die russische Führung derzeit mit mehreren Problemen:

  • Hohe Verluste Soldaten, Ausrüstung und Munition.
  • nimmt zu Kampfmüdigkeit In Russland.
  • sinkt Disziplin ihre eigenen Soldaten aufgrund militärischer Niederlagen.
  • nimmt zu Internationale IsolierungEs wurde auf der G20-Konferenz in Bali geklärt.

Die Unterstützung für die Ukraine ist stärker als der Kreml dachte

Die Ukraine erlebt derzeit einen Krieg, den viele Militärexperten bereits Anfang des Sommers befürchteten. Die Frontlinien ändern sich kaum, beide Seiten erleiden schwere Verluste. Fazit: Am Ende gewinnt die Partei mit den meisten Ressourcen den Krieg.

Da sieht es für Putin düster aus. Die Ukraine wird weiterhin weitgehend von der vereinigten Westfront unterstützt. Allein die Vereinigten Staaten haben am Mittwoch weitere 400 Millionen Dollar an Militärhilfe zugesagt. Die Unterstützung des Westens ist für Kiew überlebenswichtig, und diese Front scheint zum Leidwesen des Kremlchefs noch nicht wirklich zu bröckeln.

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Die Menschen in der Ukraine bereiten sich auf einen harten Winter vor. (Bildnachweis: IMAGO/Ashley Chan)

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