Städel-Museum in Frankfurt fordert 7000 Euro von Klimaaktivisten

HeyAuf 7.000 Euro beziffert das Städel Museum den Schaden, den Klimaaktivisten vor etwas mehr als drei Monaten verursachten, als sie sich an den Rahmen eines Gemäldes klebten. Das sagte Pamela Rohde, eine Sprecherin des Museums, auf Nachfrage. Deshalb fordert das Museum nun eine Entschädigung in dieser Höhe.

Am 24. August hängten zwei Aktivisten der Gruppe „Last Generation“ das Gemälde „Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe“ des französischen Künstlers Nicolas Poussin auf. Dabei hätten sie den vergoldeten Rahmen des Gemäldes von 1651 beschädigt, teilte Städel damals mit. „Wir haben Anzeige wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch erstattet, natürlich mit Schadensersatzanspruch“, sagt Rohde.

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105 Ermittlungsverfahren gegen “Last Generation”

Städel reichte die Anzeige kurz nach dem Protest der Klimaaktivisten ein. Die Höhe des Schadens war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch unbekannt. Inzwischen sei der vergoldete Rahmen restauriert und der Schaden fachmännisch behoben worden, sagt Rohde. Das Gemälde selbst wurde nicht beschädigt.

Städel geht nicht nur juristisch gegen die „letzte Generation“ vor. Auch der Landespolizeischutz Frankfurt ermittelt seit April 2022 gegen 105 Umweltaktivisten der Gruppe, sagt Nadja Niesen, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Gegenstand des Verfahrens sind die Protestaktionen im Zeitraum vom 6. April bis 24. August an insgesamt zehn Tagen. „In erster Linie wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung oder Nötigung eingeleitet“, sagte Nissen.

Weil die angeklagten Aktivisten bei mehreren Aktionen im Frankfurter Stadtgebiet auch eine ölige Flüssigkeit auf Straßen und Wegen gestreut hatten und dabei Radfahrer teils schwer verletzt stürzten, teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass auch wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung ermittelt werde. Allerdings seien die meisten Prozesse noch nicht abgeschlossen, sagte er.

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