Polit-Thriller mit Tobias Moretti bei 3sat

Tobias Moretti als Johan Hellström in einer Szene aus „That House“.

Quelle: Andreas Schlieter/NDR/3sat/dpa

Unser Land im Jahr 2029: Ein von der Politik bedrängter Starjournalist zieht sich mit seiner Frau in sein volldigitales Ferienhaus zurück. Technik stürzt plötzlich ab.

DDeutschland im Jahr 2029 ist kein sehr schöner Ort zum Leben. Eine rechtspopulistische Regierung ist an der Macht und unterdrückt zunehmend die Meinungsfreiheit im Land. Dem Investigativjournalisten Johan Hellström (Tobias Moretti) wird das klar, als sein Verleger ihn aus fadenscheinigen Gründen fallen lässt. In dieser düsteren Zukunft kann eine freie Presse fast gefährlich werden.

Hellström flieht mit seiner Frau Lucia (Valery Tsheblanova) in sein luxuriöses Ferienhaus auf einer einsamen Insel in der Ostsee. Aber in dieser scheinbaren Torheit stehen die beiden bald einem ganz anderen Feind gegenüber. Der brisante Thriller „Das Haus“ läuft am Montag um 20:15 Uhr auf 3Sat im Rahmen des Wettbewerbs um den 3Sat-Zuschauerpreis. Dort wird eine Auswahl der besten Fernsehfilme des Jahres gezeigt.

Hellstrom baute ein hochmodernes Smart Home. Hier öffnen Türen auf Abruf, es gibt morgens einen digitalen Gesundheitscheck vor dem Spiegel und ein autonomer Kühlschrank meldet sich beim Lebensmittelgeschäft, wenn die Schränke leer sind. Diese unglaublich intelligente, neue Hightech-Welt ist sicherlich voller Gefahren. Im ganzen Haus sind Kameras, die alles archivieren.

Zwischen den Eheleuten keimen bald Argwohn und Misstrauen auf, und dann entdeckt Hellstrom in einer Akte die Untreue seiner Frau. Anscheinend führte ihn die hochmoderne Technik zu Hause auf diesen Weg. Dieser hochmoderne Luxusschuppen scheint ein Eigenleben zu führen, sammelt alle Daten und kennt jede Bewegung seiner Bewohner. Hellstrom und Lucia hingegen wirken immer mehr wie Marionetten, die an unsichtbaren Fäden hängen. Ein belästigter Journalist fühlt sich nur in der freien Natur, im Dschungel oder im Kajak auf dem Wasser sicher.

Regisseur Rick Osterman („Wolfskinder“, „That Boot“) hat einen beklemmenden Thriller mit dystopischen Elementen inszeniert: Basierend auf einer Kurzgeschichte des Journalisten Dirk Kurbjuit entwirft sein Film eine Zukunftsvision, in der externe Repression smarter digitaler Kontrolle entspricht.

Und irgendwann verschmelzen die beiden. „Der Rückzugsort, das Ferienhaus, ist wirklich ein Beobachter, ein Herrscher und ein Kontrolleur. Es erfasst – zuerst im positiven Sinne, dann im erschreckend wörtlichen Sinne“, sagt Ostermann laut Arte-Pressemitteilung.

Die Situation eskaliert, als zwei junge Dissidenten und mutmaßliche Terroristen, Lyla (Lisa Vicari) und Alex (Max van der Groeben), in das Ferienhaus flüchten. Lucia sympathisiert offen mit den Revolutionären, während ihr Mann Johann Gewalt kategorisch ablehnt. Zwischen den Eheleuten kommt es zu Spannungen, bis die beiden schließlich vor der Tür stehen. Eine Nacht im Wald um ein Feuer herum bringt sie wieder zusammen, als sie planen, aus Deutschland zu fliehen. Doch die Katastrophe ist nicht mehr aufzuhalten.

Source

Auch Lesen :  Ukraine News ++ US-General schätzt russische Verluste auf 100.000 Soldaten ++

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button