Pazifischer Feuerring: Schweres Erdbeben nahe den Salomonen

Stand: 22.11.2022 06:48 Uhr

In der Nähe der Salomonen im Südpolarmeer hat sich ein schreckliches Erdbeben ereignet. Die anfängliche Tsunami-Warnung wurde später zurückgezogen. Bei dem Erdbeben in Indonesien sind am Montag 162 Menschen ums Leben gekommen.

In der Nähe der Salomonen im Südpazifik hat sich ein schreckliches Erdbeben ereignet. Die US-Erdbebenstation gab sie mit 7,0 an, andere Messstationen mit 7,3. Das Tsunami-Warnsystem in den USA löste zunächst eine Warnung vor einer möglichen Flutwelle im Umkreis von 300 Kilometern aus. Das Pacific Tsunami Warning Center hat die Warnung später herabgestuft.

Die Salomonen wurden über Nacht von einem massiven Erdbeben erschüttert

Tagesschau 07:00 Uhr, 22.11.2022

Es gab zunächst keine Berichte über größere Schäden oder Verletzungen. Das Epizentrum lag laut USGS 56 Kilometer südwestlich von Honiara, der Hauptstadt der Salomonen, in einer Tiefe von 13 Kilometern im Ozean.

Auch Lesen :  Traumtore als WM-Bewerbung: Dortmund feiert Moukoko

Reporter: Das Erdbeben dauerte etwa 20 Sekunden

Der Regierungssprecher der Salomonen, George Herming, sagte, er sei in seinem Büro im zweiten Stock eines Gebäudes in Honiara gewesen, als das Beben zuschlug. Er versteckte sich unter seinem Schreibtisch. Schreibtische, Bücher – alles wurde durch die Wucht des Erdbebens zerstreut. Größere Schäden an den Gebäuden seien nicht entstanden, sagte Herming.

Ein AFP-Reporter aus der Hauptstadt Honiara sagte, das Beben habe etwa 20 Sekunden gedauert. In Teilen der Stadt wurde die Stromversorgung unterbrochen, was die Menschen dazu veranlasste, in höher gelegene Gebiete zu fliehen.

Die Salomonen liegen im pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde.

Bei dem Erdbeben in Indonesien starben viele Menschen

Bei dem Erdbeben der Stärke 5,6 und anschließenden Erdrutschen auf der indonesischen Insel Java sind am Montag mindestens 162 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Gouverneurs von West-Java waren die meisten Opfer Schulkinder. Indonesien liegt auch im pazifischen Feuerring.

Hunderte verletzt, Tausende obdachlos

Beamte sagen, dass mindestens 326 Menschen verletzt wurden und 13.000 Menschen derzeit obdachlos sind. Sie wurden in Notunterkünfte gebracht. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden mehr als 2.200 Häuser zerstört.

Herman Suhermann, der Gemeindevorsteher der schwer betroffenen Stadt Cianjur, sagte einem lokalen Fernsehsender, dass einige Gebiete aufgrund der Erdrutsche nicht zugänglich seien. Viele Verletzte konnten wegen Personalmangels nicht behandelt werden. Beamte sagten auch, dass es einen Zusammenbruch der Stromversorgung und der Kommunikation gegeben habe.

Sie wurden von den Trümmern getötet

Berichten zufolge wurden Dutzende Gebäude beschädigt, darunter ein islamisches Internat und ein Krankenhaus. Rettungskräfte versorgten die Verletzten auf den vorderen Terrassen und Parkplätzen großer Krankenhäuser. Rettungskräfte und die Bevölkerung suchten in den Trümmern nach Eingeschlossenen. Der Chef des nationalen Zivilschutzes sagte, mehrere Opfer seien durch Teile der einstürzenden Häuser getötet worden.

Auch Lesen :  Türkei greift Ziele in Nordsyrien und Nordirak an | Freie Presse

Das Erdbeben ereignete sich südwestlich von Cianjur

Nahe der Hauptstadt Jakarta auf der Insel Java hat sich am Montagnachmittag (Ortszeit) ein Erdbeben ereignet. Das Epizentrum lag wenige Kilometer südwestlich von Cianjur. Hier wurde der größte Schaden angerichtet.

Das Beben war 100 Kilometer von der Hauptstadt Jakarta entfernt deutlich zu spüren. Hohe Gebäude wurden erschüttert, aber die Stadt erlitt keinen größeren Schaden.

Auf Indonesien folgte ein starkes Erdbeben auf den Salomonen

Kathryn Erdmann, ARD Tokio, 22.11.2022 6:18 Uhr

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button