Kunst in Deutschland: Diese 4 Design-Museen begeistern – auch außen

DDesign bestimmt unseren Alltag und tritt dennoch oft in den Hintergrund. Anders verhält es sich in Museen, die sich unmittelbar den schönen Formen des Industrie-, Grafik- und Produktdesigns sowie der modernen angewandten Kunst widmen. Darüber hinaus ist die Leidenschaft für Ästhetik bereits in der Architektur von Museen oft sichtbar. Wir stellen vier einzigartige Häuser in Deutschland vor.

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Vitra Designmuseum in Weil am Rhein

Einer der größten Architekten unserer Zeit ist zweifellos Frank O. Gehry, Stichworte sind das Guggenheim Museum Bilbao und die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles. Auch in Weil am Rhein, gegenüber von Basel in der Schweiz, wirkte, wenn auch in kleinerem Maßstab, eine Bauikone mit Hang zum Dekonstruktivismus und wellenförmigen Formen.

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Sein teils geschwungener, teils kantiger Bau aus weißem Putz und einer Titan-Zink-Legierung wurde ursprünglich 1989 als Showroom für die Möbel der Designermarke Vitra eröffnet, die nebenan ihre Produktionsstätten hat. Schnell war jedoch der Entschluss gefasst, aus einem spektakulären Gebäude ein Museum zu machen und anderen Projekten und Künstlern eine Bühne zu bieten – in Form von mehreren Wechselausstellungen pro Jahr.

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Und damit nicht genug, der Vitra-Campus hat einen herausragenden Zuwachs bekommen: Zaha Hadid gestaltete die Feuerwache neu, Piet Oudolf schuf den wilden Garten und das Architektenteam Herzog & de Meuron schuf zunächst das verschachtelte Vitra-Haus samt Flagship-Store und dann 2016 Schaudepot mit einer der weltweit größten Dauerausstellungen zu modernem Möbeldesign.

Weil am Rhein: Das Architektenteam Herzog & de Meuron entwarf das verschachtelte Vitra-Haus mit Flagship-Store

Das Architektenteam Herzog & de Meuron entwarf Vitras Nested Home inklusive Flagship Store

Quelle: Universal Images Group über Getty Images / Bilder anzeigen

Rund 400 Schlüsselobjekte von 1800 bis heute (die Sammlung umfasst insgesamt 20.000 Objekte) sind zu sehen, darunter frühe geschwungene Möbel und Ikonen der klassischen Moderne von Le Corbusier und Gerrit Rietveld sowie neueste Entwürfe aus dem 3D-Drucker.

Informationen: design-museum.de

Bauhaus-Museum, Weimar

Deutschland ist ein Exportland. Das staatliche Bauhaus, gegründet von Walter Gropius, gilt vielen als erfolgreichster Kulturexport. Sie gilt als die bedeutendste Schule für Design, Architektur und Kunst in Deutschland im 20. Jahrhundert. Auch wenn die Hochphase mit der Stadt Dessau-Roßlau verbunden ist, spielt Weimar als Gründungsort des Unternehmens nach wie vor eine wichtige Rolle.

Das Bauhaus Museum Weimar wurde anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses eröffnet

Das Bauhaus Museum Weimar wurde anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses eröffnet

Quelle: pa / imageBROKER / Karl F. Schöfmann

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums wurde dort 2019 (neben Dessau und Berlin) ein neues Museum eröffnet. Als Ort offener Begegnungen und Diskussionen erinnert es an die Frühphase des Bauhauses. Die „Diskussionsgrundlage“ ist die älteste Sammlung von Werkstattarbeiten hinter der monumentalen Betonfassade des Baublocks, die Walter Gropius 1925 zusammenstellte, und gibt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Weimarer Kunst und Kunsthochschulen von 1900 bis 1930.

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Bilder, Grafiken, Entwürfe, Produktdesigns, Fotos und historische Dokumente sind ein Querschnitt durch das umfangreiche Bauhaus-Programm. Die Möbel von Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe sind ebenso beliebt wie die Werke von Paul Klee, László Moholy-Nagy und Lyonel Feininger.

Informationen: klassik-stiftung.de/bauhaus-museum-weimar

Marta Herford in Ostwestfalen

Ja, zeitgenössische Kunst findet sich auch außerhalb der großen Kulturhochburgen! Das 2005 eröffnete und 2014 zum „Museum des Jahres“ gekürte MART-Museum beweist eindrucksvoll das rund 65.000 Einwohner zählende Herford in Ostwestfalen, das seit langem als Standort der Möbel- und Bekleidungsindustrie bekannt ist.

Der amerikanische Stararchitekt Frank O. Gehry entwarf auch das MART Museum in Herford

Der amerikanische Stararchitekt Frank O. Gehry entwarf auch das MART Museum in Herford

Quelle: pa/dpa/Franz-Peter Tschauner

Sein Fokus auf zeitgenössische Kunst mit besonderem Schwerpunkt auf Design und Architektur zeigt sich nicht nur im Namen – eine Kombination aus den Wörtern Möbel (M), Kunst (ART) und Ambiente (a) – sondern vor allem in der Baugestaltung. Der verwinkelte Gebäudekomplex mit seinen fließenden und kippenden Wänden ist einer der ungewöhnlichsten Museumsbauten der Welt, entworfen von Frank O. Gehry selbst.

Für die fensterlose straßenseitige Fassade wählte der amerikanische Stararchitekt dunkelroten Backstein, der mit dem hellen Edelstahldach und dem weiß verputzten Gebäudekern kontrastiert. Neben den Galerien, in denen wechselnde, stets hochkarätige Ausstellungen zu sehen sind, bietet der Gebäudekomplex auch eine lichtdurchflutete „Kupferbar“ mit Außenterrasse mit Blick auf die Aa, einen Museumsshop und ein lebendiges Partyforum.

Informationen: marta-herford.de

Red Dot Design Museum in Essen

Besteck, Möbel, Leuchten, Unterhaltungselektronik, Küchengeräte und vieles mehr: Im Red Dot Design Museum in Essen ist vieles zu sehen, was man sich in einem Kaufhaus vorstellen kann. Oder zuhause. Die rund 2.000 Exponate stammen allerdings nicht von der Einkaufstour oder dem Wohnungsverkauf.

Nordrhein-Westfalen: Das Red Dot Design Museum befindet sich im ehemaligen UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein, das 1997 von Sir Norman Foster umgebaut wurde

Das Red Dot Design Museum befindet sich im ehemaligen Kesselhaus der UNESCO-Welterbestätte Zeche Zollverein, das 1997 von Sir Norman Foster umgebaut wurde

Quelle: pa/dpa/Christophe Gateau

Nur Produkte, die mit einem der jährlich von der Jury vergebenen „Red Dot Design Awards“ ausgezeichnet wurden, gehen in das Museum, das sich im 1997 von einer Architekturikone umgebauten ehemaligen Heizungskeller des UNESCO-Weltkulturerbes Zeche Zollverein befindet. Sir Norman Foster. Die Preisträger werden erstmals für einen Monat in einer Sonderausstellung gezeigt, bevor sie in den regulären Bestand des Museums überführt werden, das mit 4.000 m2 Ausstellungsfläche das größte seiner Art weltweit ist.

Dies wurde beispielsweise mit den Dark NV Spacewalker-Lampen von 2009 erreicht, einer 7-Meter-Skulptur aus Papierbögen, die auf dem Design von Yao Yingjia, dem leitenden Designer des PC-Herstellers Lenovo, dem Fiat 500 und dem Audi A8 basieren -Aluminiumkörper, eindrucksvoll von der Decke hängend.

Informationen: red-dot-design-museum.de/essen

Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zur Finanzierung eines 49-Euro-Tickets

Bund und Länder haben sich auf einen Nachfolger für ein 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr geeinigt. Das bundesweite „Deutschlandticket“ soll 49 Euro kosten und „schnellstmöglich“ eingeführt werden, sagte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) nach Beratungen mit dem Land.

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