Fußball – Hannover – Ministerpräsident will WM schauen: Bovenschulte unsicher – Sport

Hannover (dpa/lni) – Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will die Debatten um die WM in Katar im Fernsehen verfolgen. „Ich bin bekennender Fußballfan und werde mir die WM-Spiele im Fernsehen anschauen, vor allem die deutsche Mannschaft“, sagte der SPD-Politiker auf dpa-Anfrage.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) ist sich hingegen noch nicht sicher: „Anders als sonst habe ich mich nicht mit der WM-Grippe angesteckt. Aber ich kann nicht ausschließen, dass ich es werde.“ noch das ein oder andere Spiel anschauen.“ Er interessiere sich sehr für die Spiele des DFB-Teams, „vor allem, wenn Niclas Füllkrug, der für Bremen spielt, auch auf dem Platz steht“, sagte der Bürgermeister.

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Die niedersächsische Fraktionsvorsitzende der Grünen, Anne Kura, hat keine Lust auf die WM – sie hält die Vergabe in Katar für einen “eklatanten Fehler”. Sein Parteikollege Detlev Schulz-Hendel, der auch Fraktionsvorsitzender ist, kritisierte Katar „die Missachtung von Menschenrechten, Frauenrechten und schlechten Arbeitsbedingungen sowie die Ahndung homosexueller Handlungen“. „Ich kann mir auch ein oder mehrere Spiele anschauen – der schlechte Geschmack kann den Spaß verderben“, sagte Schulz-Hendel.

Sebastian Lechner, Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion, sieht das ähnlich: „Wir haben in der Vergangenheit immer wieder erlebt, dass gerade autoritäre Regime den Weltsport für Imagepolitik instrumentalisiert haben.“ Er hofft, dass das Turnier in Katar Veränderungen auslösen wird. Er will sich die Spiele der DFB-Elf ansehen, wenn er Zeit hat. Auch der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Stefan Marzischewski, kritisiert die WM und will nur die Spiele der deutschen Mannschaft sehen.

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Die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft in Katar steht seit Jahren unter anderem wegen der Menschenrechtsverletzungen und des Protestsystems in Katar in der Kritik. Medienberichten zufolge starben beim Bau der Stadien Tausende Arbeiter. Die WM startet am Sonntag mit Katar gegen Ecuador. Deutschland spielt nächste Woche sein erstes Gruppenspiel gegen Japan.

Innen- und Sportminister Boris Pistorius (SPD) hat angekündigt, auf keinen Fall zur WM nach Katar zu fahren. Er wird sich ausgewählte Spiele ansehen, aber aus menschenrechtlicher Sicht ist die Ausrichtung der Weltmeisterschaft in Katar ein “Sturz in Ungnade”.

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Grant Hendrik Tonne, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, will sich die WM-Spiele nicht ansehen, obwohl er großer Fußballfan ist. Gründe seien “der Verdacht auf Bestechungszahlungen, der Tod von Zehntausenden Menschen beim Bau der WM und schließlich das völlig inakzeptable Image des Gastgeberlandes”, sagte Tonne. Auch die SPD-Minister Daniela Behrens (Leben), Kathrin Wahlmann (Justiz) und Finanzminister Gerald Heere (Grüne) kritisierten die WM. Wiebke Osigus (SPD), Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Landesentwicklung, verfolgt die WM nicht. Für sie hat die erste Hälfte der neuen Legal Season gerade erst begonnen und andere Dinge stehen an erster Stelle.

© dpa-infocom, dpa:221115-99-522856/2

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