Elementarpädagogik-Ausbildung: Bildungsminister Polaschek will Wissenschaft und Praxis verschränken

Der Studienausschuss hat umfangreiche Schulgesetzänderungen beschlossen

Wien (PC) Österreich braucht mehr Möglichkeiten für eine qualitativ hochwertige Grundbildung, unter diesem Credo hat der Unterrichtsausschuss des Nationalrates nun „Universitätslehrgänge für den Quereinstieg in die Grundbildung“ an den Pädagogischen Hochschulen beschlossen. Kultusminister Martin Polaschek betonte, dass ihm die Beseitigung des Mangels an pädagogischen Fachkräften in Kindergärten und wissenschaftlichen Lehrkräften in der pädagogischen Grundausbildung ein großes Anliegen sei. Mehr Vielfalt in der Grundschulbildung erhoffen sich die Grünen auch von dem neuen Hochschullehrgang für Quereinsteiger, der laut Polaschek auch ein Praxismodul enthält. Ein weiterer Teil des von der ÖVP-Grünen-FPÖ-Mehrheit angenommenen Regierungsentwurfs zum Schulgesetz sieht die Ausweitung der bestehenden bundesweiten Kompetenzerhebung in den Schulen ab 2021/22 vor. SPÖ und NEOS warnten davor, dass zusätzliche Leistungsmessungen dem Unterricht schaden würden. Auch die beiden Oppositionsparteien haben Datenschutzbedenken. Polaschek versicherte, dass das nur durch das neue Modul ergänzte Kompetenzmaß „in allen Bereichen datenschutzkonform“ sein werde.

Der zweite Regierungsvorschlag, dem alle Fraktionen außer NEOS zustimmten, betraf den Österreichischen Austauschdienst (OeAD) in seiner Verantwortung für die Umsetzung des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ und des Europäischen Solidaritätskorps. Zudem wird der Verein „erinnern.at“, der Unterrichtsmaterialien zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust bereitstellt, mit Änderungen in den OeAD integriert.

In der Debatte des Ausschusses zum jüngsten Bericht des Kultusministeriums zur Verwendung der Mittel für die COVID-19-Krise verteidigte Polaschek den Corona-Test im Zusammenhang mit Veranstaltungen an Schulen. Die aktuelle Corona-Situation an den Schulen nannte der Minister „entspannt“, es seien also keine landesweiten Tests erforderlich. Sollte sich die Infektionslage verschärfen, sei unabhängig vom laufenden Programm zur Bekämpfung der Pandemiefolgen im Haushalt vorgesorgt worden, sagte der Minister auf Kritik der FPÖ, es gebe mehr Geld für Corona-Maßnahmen als Nachholmittel. Lernbehinderungen durch die Pandemie. Der Ausschuss lehnte mit ÖVP-Grüner Mehrheit den Antrag der FPÖ (2955/A(E)) auf zusätzliche Mittel zur Schließung dieser Bildungslücke ab, und Polaschek gab an, dass sein Ressort seit 2021 eine halbe Milliarde Euro für Förderstunden bereitgestellt habe. 19 Gutachten vom August (III-765 dB) und September 2022 (III-779 dB) wurden angenommen und mit den Stimmen aller Fraktionen außer der FPÖ beschlossen.

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Die Kompetenzmessung sollte ausgebaut werden

Mit dem Gesetzesvorschlag (1791 dB) für zusätzliche Leistungsmessungen ab 2023 sollen Studierende beim Wissenserwerb besser unterstützt werden, heißt es in der Mustererläuterung. Die „Individuelle Kompetenzmessung PLUS (iKM PLUS)“ in den Jahrgangsstufen 3, 4, 7 und 8 muss bedarfsgerecht um weitere Module für den Bedarf des Lehrplans ergänzt werden. Gleichzeitig sollen sich die Schulen mit Hilfe einer eigenen Datenbank der Vor-Ort-Leistungen ein evidenzbasiertes Bild der Schülerleistungen verschaffen. Diese Datenbank soll Lehrkräfte gezielt unterstützen. Seitens des Bildungsministeriums will man das Bildungsmonitoring und die Qualitätskontrolle des Schulsystems auf Basis anonymisierter Daten der Schulen ausrichten. Hermann Brückl (FPÖ) hält Kompetenzmessung für sinnvoll, solange sie nicht losgelöst vom Curriculum durchgeführt wird und „unmittelbare Ergebnisse bringt“. Einwände von Petra Tanzler (SPÖ) und Martina Künsberg Sarre (NEOS), dass zusätzliche Leistungserhebungen einen zu hohen Aufwand für Schüler und Lehrer darstellen, wies Gertraud Salzmann (ÖVP) zurück. Bei iKM PLUS gehe es ihm zufolge um die Ermittlung des Leistungsniveaus ohne Benotung, aus der sich individuelle Förderbedarfe ableiten lassen. Dem Ausbauplan liegt laut Bildungsminister Polaschek ein Pilotprojekt zugrunde.

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Laut Gesetzentwurf werden neue Kompetenzerhebungen eingeführt, teils „obligatorisch“, teils „ergänzend“. Obligatorische zusätzliche Qualifikationserhebungen sollten regelmäßig (jährlich und alle drei Jahre) durchgeführt werden. Zum anderen anhand der Regeln, die den Bedarf – etwa eine große Wissenslücke bei einem Objekt – genauer definieren. Zur genaueren Einschätzung des Leistungsniveaus und des Förderbedarfs des Schülers werden von der Lehrkraft bzw. der Schulleitung weitere Maße festgelegt. Optional können mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten die persönlichen, motivationalen, sozialen und lernmethodischen Fähigkeiten des Studieninteressenten mittels eines neuen Diagnoseinstruments zur „Beurteilung überfachlicher Kompetenzen“ abgeklärt werden.

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Innovation in den österreichischen Austauschdiensten

Die vorgeschlagene Novelle (1788 dB) des OeAD-Gesetzes zielt auf eine Neubesetzung des OeAD-Aufsichtsrats ab, so dass der Bundeskanzler und die Kanzlerkonferenz der Pädagogischen Hochschulen jeweils ein Vorschlagsrecht für Aufsichtsratsmitglieder haben. Darüber hinaus muss der OeAD auch personenbezogene Daten zur Erasmus+ Hochschulmobilität über die Mobilitäts- und Kooperationsdatenbank an die Bildungsministerin bzw. den Bildungsminister übermitteln. Die Novelle schafft eine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung dieser Daten im Sinne der Planung und Steuerung. NEOS hat in diesem Zusammenhang noch offene Datenschutzfragen, weshalb sie in der Ausschussabstimmung nicht für den Vorschlag gestimmt haben.

Mit der Integration von „erinnern.at“ in den OeAD wird dessen Portfolio um passende Studiengänge erweitert. Ziel sei es, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und die Aufklärungsarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus nachhaltig zu gewährleisten, erklärte Sibylle Hamann (Grüne). Ministerin Polaschek ging ausführlich auf die Bedenken der SPÖ ein, ob Recall.at auch innerhalb des OeAD eigenständig arbeiten werde und betonte, dass ein eigener wissenschaftlicher Beirat die Autonomie der Bildungsarbeit gegenüber dem bisherigen Verband sicherstellt. (Fortbildungsausschuss) rei


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