Die rülpsende Kuh ist nicht das Problem

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aus: Bettina Sewald

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Schmankerl auf dem Tisch: Manuel Rehais (rechts mit Schürze) serviert mit Unterstützung von Gemeinderat Jörg Überla (links) regionale Schmankerl bei Ikinger Grünens „Zeitumstellung auf dem Teller“.
Schmankerl auf dem Tisch: Manuel Rehais (rechts mit Schürze) serviert mit Unterstützung von Gemeinderat Jörg Überla (links) regionale Schmankerl bei Ikinger Grünens „Zeitumstellung auf dem Teller“. © Bettina Sewald

Unter dem Motto „Hungrige lernen nicht gerne“ servierte Icking’s Greens vor dem Vortrag „Zeitwechsel auf dem Teller“ einen leckeren Snack.

Dorfen – der Duft von frischem Brot und diversen Köstlichkeiten im Clubhaus, den viele Gäste genossen – bereitete der beste Koch und Slow-Food-Spezialist Manuel Reheis, der in Icking lebt und das Restaurant Broding in München betreibt.

Dabei wird auf Regionalität und Nachhaltigkeit Wert gelegt

Regionalität und Nachhaltigkeit standen im Mittelpunkt der vielfältigen Schmankerlplatte. Zu jeder Vorspeise gab es eine zentrale Geschichte, wie zum Beispiel Wildkräutersalat mit schwarzen Walnüssen, Jamey-Käse und steirischer Rindersalat. Das Fleisch stammte von Jakob Baumgartner von der gleichnamigen Ickinger Delikatesse. Er half Reheis in seinem Dienst.

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Wie Grünen-Chefin und Dritte Bürgermeisterin Laura von Beckerath-Leissmüller freute sich Reheis über das große Interesse an der Mottoparty. Nach der Verkostung lauschte er aufmerksam einem interessanten Vortrag des Agrarspezialisten Dr. Andrea Beste und Besucher, darunter einige parteiübergreifende Gemeinderäte und die Walchstädter Bäuerin Doro Rieger. Letztere schlugen heute Abend vor, sagt Beckerath-Leismüller. Rieger hat den Referenten beim Vortrag erlebt und wollte das Gehörte mit anderen teilen: „Ich habe mich beim Vortrag so bestätigt gefühlt. Wir stehen für kleine, nachhaltige Landwirtschaft.” Sie waren einfach begeistert von den Erläuterungen von Beste, Dipl.-Geograph und Agrarwissenschaftler, der als anerkannter Bodenexperte im ökologischen Landbau nicht nur den nachhaltigen Klima- und Bodenschutz, sondern auch gute Erträge bestätigt.

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Hier können Sie die neuesten Nachrichten von Icking lesen.

Seit fast drei Jahrzehnten strebt Beste eine „klimafreundliche“ Landwirtschaft an. Gerade bei Tieren: „Die Kuhhaltung ist als Klimakiller in den Fokus gerückt – wer ein Statement setzen will, muss genau hinschauen.“ Immerhin sind 70 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Welt Weideland, die Ernährung basiert also auf einer Diät. Die Weltbevölkerung kann sich nicht rein vegetarisch ernähren. „Außerdem“, so der Experte weiter, „sind artgerechte Weiden dem Klima förderlicher als den Zähnen der Kuh zu schaden.“

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Derzeit sind landwirtschaftliche Betriebe, die auf intensive Tierhaltung, den Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern und Pestiziden angewiesen sind, ein großes Problem. Best: „Nicht nur der Klimaschutz hinkt hinterher. Die Systeme werden zunehmend anfällig für die bereits auftretenden Klimaextreme.“ Die Folgen sind lange Sommerdürreperioden und Erosion bei Starkregen. Klimaangepasste, nachhaltige Systeme – und damit Vielfalt auf dem Teller – erfordern laut Best den konsequenten Einsatz hochwertiger humusbildender organischer Düngemittel, ausgewogene, nachhaltige Fruchtfolgen sowie die Verwendung bekannter, nachhaltiger und standortangepasster Sorten. sowie Mischkultur-, Permakultur- und Agroforstsysteme. Best: „Wenn man es richtig koordiniert, bleibt der Wasserkreislauf konstant, sodass man damit auch ‚Regen säen‘ kann.“

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